Unser Blog zu den Themen Genuss & Lebensart

Kaffee ahoi!

Auf dem Traumschiff kann man sich nicht nur an Deck erholen und den einen oder anderen Ausflug machen, sondern auch noch einiges über Kaffee lernen.


Vom 28.09-09.10.2012 war ich, Kaffee-Sommelier Michael Gliss, an Bord der „MS DEUTSCHLAND“. Meine Aufgabe? Den 
b-gbook01.jpgGästen während der Reise von Palma nach Cagliari, Palermo, Catania, Crotone, Brindisi, Vlore, Korfu, Katakolon, Gythion und Piräus den Rohstoff Kaffee näherzubringen.

Außerdem ließ ich es mir nicht entgehen, bei den Landgängen die verschiedenen Cafés und manchmal auch „Spelunken“ zu betreten, um sich dort den einen oder anderen Kaffee oder Espresso zu gönnen.

Für das crema Magazin habe ich mein persönliches kleines Logbuch von dieser Reise verfasst.

TAG 1 FREITAG: Abreise Köln – Frankfurt am Main – Palma de Mallorca/ Spanien Mit der Deutschen Bahn bis nach Frankfurt am Main. Dann mit dem Flieger der Lufthansa nach Palma de Mallorca. In der Bahn habe ich mir aufgrund der kurzen Fahrzeit von 58 Minuten den Kaffee ge- oder besser erspart. Zugegeben, ich bin kein Riesenfan von Kaffee bei den Airlines, aber bei der Lufthansa habe ich es mir dann doch angetan. Für etwa 10.000 Fuß in der Luft war der Kaffee akzeptabel, auf dem Boden dagegen würde man ihn einfach nur aromalos nennen.

Die Ankunft in Palma war so knapp vorm Auslaufen meines „Traumschiffes“, da blieb keine Zeit für Cortado (Anm. M.G. Espresso, mit ganz wenig heißer aufgeschäumter Milch). Wir gingen an Bord und fünf Minuten später, um 20.00 Uhr, legte die „MS DEUTSCHLAND“ ab. Zu essen gibt es an Bord mindestens an vier Stellen. Und zwar in den Restaurants „Berlin“, „Lido“, „Vier Jahreszeiten“ und im „Alten Fritz“. Heute habe ich im „Berlin“ gegessen. Dies ist eigentlich für „normale“ Passagiere und nicht für Lektoren, habe ich später gelernt, also eine Ausnahme. Das Essen war wirklich gut, frisch zubereitet, von vegetarisch über Fisch bis hin zu Fleisch, abwechslungsreich und handwerklich prima. Und so blieb mein Eindruck von der Küche die ganze Reise über. Der Espresso im Anschluss an das Essen war mit einer dichten hellbraunen Crema verziert und stammte aus einem WMF-Automaten. Bei dem verwendeten Wasser an Bord handelt es sich in der Regel um Verdampferwasser oder Osmosewasser. Gewonnen aus Seewasser ist es meistens sehr weich. Somit also eine kleine Herausforderung für die Kaffeezubereitung, aber mit ein wenig Geduld und Erfahrung klappt es – übrigens gilt das für Tee genauso! Bis jetzt gefällt es mir richtig gut. Der Eindruck blieb bis zum Ende bestehen, ich habe mich kulinarisch 100-prozentig wohlgefühlt.

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TAG 2 SAMSTAG: Der Seetag Heute liefen meine Aufbau-/Einbau und Einweisungs-Vorbereitungen für den ersten Kaffee-Tag. Ich startete damit im Back-Office und im Crewbereich, in den Passagierbereich konnten wir mit dem Material noch nicht. Ich habe nun zunächst alle Kaffees mit den verschiedenen Zubereitungen getestet. Den wirklich wissbegierigen Passagieren möchte ich möglichst viel Wissen und Genuss rund um den Kaffee mit geben. Dafür habe ich mir für die „MS DEUTSCHLAND“ zwei „Bausteine“ einfallen lassen: Zunächst das Kaffee-Erlebnis-Seminar. Hier habe ich viele Informationen in populäre, kurzweilige Häppchen verpackt. Die Passagiere sollen über Fragen und Antworten eingebunden werden. Und ich fordere sie zum aktiven Mitmachen auf. Sie werden Kaffee zubereiten, diesen verkosten, ihn mahlen, abwiegen, daran riechen, schnüffeln, fühlen und im 50-kg-Röstkaffee-Sack herumwühlen. Im Anschluss habe ich noch eine Kaffeestunde angedacht – kurze Fragen, kurze Antworten im Stil einer Sprechstunde und ich sitze am Mahagonischreibtisch vor der „Goldenen Dame“.

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TAG 3 SONNTAG: Cagliari/Italien Den ersten Espresso an Land gab es in Cagliari im „Caffè Roma“ – eine dicke, fette Crema, dunkelbraun, nussig, sicher ein deutlicher Robusta-Anteil. Trotzdem geschmeidig, genauso hatte ich mir den ersten Espresso vorgestellt. Der nächste Halt war bereits zum Nudeln essen. Es gab Spaghetti pomodoro. Diese waren viel zu aldente und die Tomatensoße zu dünnflüssig. Das Bier war dagegen o.K. Der Service unterirdisch. 

TAG 4 MONTAG: Palermo/Sizilien Der Landgang ohne mich, da ich mein Kaffee-Erlebnis-Seminar vorbereiten musste. Das erste Kaffee-Erlebnis-Seminar stand an. Rund 80 Teilnehmer warteten gespannt. Wir behandelten Themen wie die Kaffeezubereitung mit einem Handfilter und einem Vollautomaten. Dazu verkosteten wir einen Maragogype aus Mexiko und einen reinen kenianischen Arabica aus dem Filter. Einen Kolumbianer sowie einen Mexikaner gab es dagegen im Anschluss aus dem Vollautomaten. Der Kaffee aus dem Filter kam super an. Der Filterkaffee ist defintiv wieder oder immer noch in. Er schmeckte mild, aromatisch und samtig. Alle waren begeistert. Die Bohnen aus Kolumbien waren „mächtig“, die aus Mexiko dagegen etwas geschmeidiger.

Von den Fragen rund um den Kaffee überwältigt, habe ich beim Beantworten fast eine Stunde überzogen. Selbst beim Abendessen ging es noch weiter. Es wurde zum Beispiel die Frage gestellt, ob der Kaffee nun in den Kühlschrank gehört oder nicht. Im Anschluss an die Beantwortung dieser Mythos-Frage mit „Nein“ gab es tatsächlich erhitzte Gemüter. Denn trotz einer sachlichen Begründung wurde mir dann entgegengehalten dass der berühmte, deutschlandweit bekannte Kaffee-Kollege aus Hamburg, den man auch aus dem Supermarkt kennt, die Beantwortung dieser Frage anders sehen würde. Ich stand auf extrem dünnem Eis.

Eine weitere spannende Frage war: „Kann ich Kaffee zum Käse trinken? Passt das?“ In „Kaffee-Specials“ hatten wir das Thema an Land bereits einmal durch gespielt, ich finde Kaffee und Käse klasse. Nichts für jeden Tag, aber zum neugierig bleiben passt es.

Mein Fazit: Die Fragen aus dem Zuhörerkreis haben mir wirklich Spaß gemacht.

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TAG 5 DIENSTAG: Catania/Sizilien Wir tranken den ersten Kaffee direkt in der Hafenkneipe im „Caffè Del Porto Art“ – heftigster Robusta in heftigster Grammatur, aber das gehört wohl so für die Fischer. Der Elefantenbrunnen aus Lava auf dem Piazza Duomo als Wahrzeichen der Stadt zog mich im Anschluss an, die Touristen-Etablissements rund um ihn herum weniger. Diese schreckten mich eher ab. Beeindruckend waren dagegen die Cattedrale di Sant’Agata und die Chiesa di San Francesco all’Immacolata. Dann entdeckte ich eines meiner persönlichen Highlights der Reise, neben den kaffee-kulinarischen Erlebnissen, den Food-Markt in Catania. Dieser hat mich förmlich überwältigt. Insbesondere die Fischer mit ihrem traumhaften Angebot, das sie in bühnenreifer Manier, beobachtet von den Einheimischen auf der rundherum laufenden Balustrade präsentierten. Schwertfische und was das Mittelmeer nahe vor der Küste sonst noch so hergibt, wurden mit einer Präzision wie beim Uhrmacher zerteilt. Wirklich hoch spannend und enorm emotional.

b-gbook05.jpgIch besuchte das „Caffè dei Crociferi“ im Uni-Viertel. Ein stummer Wirt, ein eingeschüchterter nordafrikanischer Kellner, aber ein schmackhafter Espresso und, wie überall, unaufgefordert ein Glas Wasser dazu. Die rheinische „Kaffeebud“ (ein Lied der Band Bläck Fööss“) gibt es auch auf Sizilien. Sie sieht von innen und außen aus wie ein Zeitungskiosk, aber in ihr steht ein dreigruppiger Siebträger. Unglaublich! Den Espresso gibt es für 70 Cent. Diesen genoss ich zusammen mit einem Müllmann, einem Schiffsschaukelbetreiber und dem Orthopäden aus der Nachbarschaft. Spannend, wie man sich so mit Französisch, Englisch, lateinischen Ableitungen und italienischen Wortbrocken anregend unterhalten kann. Im „Café Etoile d’Or“ wurde mir ein richtig leckerer, samtig-nussiger, nach dicker, fetter Schokolade schmeckender Espresso serviert. Und dann hatte ich mein ganz besonderes olfaktorisches Erlebnis, das mich umhaute. Auf dem Domplatz wehte mir urplötzlich ein wohlvertrauter Duft in die Nase. Irgendwo in der Nähe wurde Kaffee geröstet!

Es dauerte noch eine gute halbe Stunde, bis ich das Objekt meiner Begierde fand, zuletzt mit Zuhilfenahme dreier Polizisten, die uns dann mit viel Begeisterung über diese „verrückten“ Touristen schließlich die Adresse nennen konnten. Es handelte sich um eine tolle kleine Qualitätsrösterei, viel Arabica und extrem ansprechende Robustas aus Tansania, dazu klasse Mischungen. Dort hat es uns einen Riesenspaß gemacht. Im Anschluss an die Besichtigung stand wieder meine Kaffee-Sprechstunde an. Es gab so viel Andrang, dass wir fast in das Kino an Bord ausgewichen wären. Mehr Fragen gehen kaum. Ich kam zu der Frage ob eigentlich noch etwas anderes außer Kaffee getrunken wird? Mir scheint, das ist nicht so.

TAG 6 MITTWOCH: Crotone/Italien Das Kaffee-Erlebnis-Seminar – wieder war die Lido-Terrasse auf Deck 9 voll. Heute verkosteten wir die Bohnen aus Kenia und Äthiopien aus dem Filter und Mexiko und Brasilien aus dem Vollautomaten. Im Anschluss er zählte ich etwas zur Botanik, dem Anbau und der Kaffeeernte. Und wir sind die verschiedenen Kaffee-Zubereitungsarten durch gegangen. Eigentlich ging es ja um Kaffee. Unsere betagteste Mitreisende von bestätigten 95 Jahren ließ sich jedoch nicht davon abhalten, sich während meiner wirklich aller ersten drei Begrüßungsworte von ihrer Begleitung im Rollstuhl rausfahren zu lassen. Und zwar mit dem lautstarken Hinweis darauf, dass sie ein Teeseminar haben möchte, mit Kaffee habe sie gar nichts am Hut: „Junger Mann, lassen Sie sich da mal etwas einfallen.“ Die Teilnehmer, die dablieben, waren vor allem begeistert von der Filterzubereitung. Übrigens auch das jüngere Publikum, inklusive der Crew. Diese waren sehr überrascht davon, dass es ihnen so geschmeckt hat. Ein Filterrevival?

TAG 7 DONNERSTAG: Brindisi/Italien Heute gab es einen Espresso, einen Milchkaffee und Lattemacchiato an Bord. Kräftig und würzig, passten die Getränke perfekt zur üppigen Kuchentafel am Nachmittag.

TAG 8 FREITAG: Vlore/Albanien Die Hafenstadt war zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach der Unabhängigkeit kurze Zeit Hauptstadt des Landes. Bedrückend! Der Sozialismus hat das Land vernarbt. Bauruine reiht sich an Bauruine. Hässliche Hochhäuser, Baulücken, ärmlichste Holzverschläge. Armut an jeder Ecke – Müllberge. Gehandelt wird in den kleinsten Räumen und auf der Straße und zwar mit allen Produkten des täglichen Bedarfs, zum großen Teil aus landwirtschaftlicher Produktion. Fotos sind nicht immer erwünscht. Wir Touristen sind hier Fremdkörper. Und dann die Riesenüberraschung, an jeder zweiten Ecke gibt es klitzekleine Amateur-Kaffeehändler und -Röster. Auf einer Strecke von 500 m erwarteten uns sage und schreibe 19 Angebote. Mischungen aus allem, was irgendwie geröstet werden kann. Alles ist direkt vor Ort geröstet und im Anschluss gemahlen worden. Dann wurde der Kaffee in kleine Papiertüten gefüllt und zugetackert. Zu sehen gab es tatsächlich Probatröster und Mahlkönig Profimühlen. 100 Prozent Robusta und/oder deftigste Arabicas. Die Herkunft kannte keiner. Der Handel findet eher im Graubereich statt. Wirklich ein Erlebnis der ganz besonderen Art. In der letzten Röststation vorm Schiff konnte ich das Wasserglas voll mit Raki nicht ablehnen, das der „Röstmeister“ mir zur sprichwörtlichen Verbrüderung reichte. Dazu gab es Ölsardinen. Ein ganz traditioneller landestypischer Apéro, wie er mir erklärte. Und das schon um 10.30 Uhr.



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TAG 9 SAMSTAG: Korfu Stadt/Griechenland Hektisch, laut und historisch. Die Nebengässchen waren wie immer viel an sprechender. Der bestellte Espresso am Taubenfütterplatz schmeckte mild und verträglich. Später in der „Vespabar“ saßen alte Männer. Der Espresso war teerig, aber originell. Und natürlich gab es auch hier wie der Wasser dazu. Die Mezes, das sind griechischen Vorspeisen, die ich mir gönnte, waren frisch und extrem lecker.b-gbook06.jpg

TAG 10 SONNTAG: Catakolon – Olympia Der Frappé, den ich in der Kategorie normal bestellt habe, war süß wie die Hölle, ich möchte mir den Süßen erst gar nicht vorstellen. Getrunken werden die Frappés stilecht aus dem Pappbecher. Zubereitet aus Instantkaffee mit Zucker und Crushed Ice. Das mag vielleicht zu einem Strandbesuch passen. Aber ich brauche das nicht noch einmal. Der Espresso dagegen war wieder leicht teerig, dabei aber mild. Ich gab viel Zucker hinzu, dann war er trinkbar.

TAG 11 MONTAG: Gythion Der Espresso am Hafen war deftig, würzig und breit, wie in Griechenland zu erwarten. Natürlich gab es Wasser dazu. Der Ouzo „Petit“ schmeckte bestens, und ich hätte mit einem bis zwei weiteren Ouzos durchaus die Abfahrt des Schiffes verpassen können.

TAG 12 DIENSTAG: Piräus / Griechenland Der letzte Kaffee an Bord stand an. Ich trank ihn schwarz und zwar eine lange Tasse. Es gab nun keinen Landgang mehr, da wir auf das Shuttle zum Flughafen warteten. Angela Merkel war in Athen. Demonstrationen, Blockaden, Straßensperrungen, wir wussten nicht, ob wir durchkommen würden. Doch wir schafften es am Ende pünktlich zum Flieger. Übrigens zeitgleich mit unserer Bundeskanzlerin, die neben uns mit Ehrenspalier verabschiedet wurde.

Meine erste Themenkreuzfahrt „Kaffee“ auf der „MS DEUTSCHLAND“ war eine ganz besondere Erfahrung mit aufregenden Eindrücken. Die Fortsetzung folgte bereits im Januar 2013 mit der „Gewürzreise“ im Indischen Ozean, von den Seychellen, Malediven über West-Indien, Oman, Dubai.

Ausgestattet wurde mein Team auf den Reisen mit Equipment von alfi, Philips Saeco und Kahla Thüringen Porzellan und Herbaria.





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GLISS Qualität - Interview mit Michael Gliss

Frage und Antwort - GLISS Qualität

Auf der Suche nach dem guten Geschmack

b-gbook02.jpgSeine Leidenschaft gilt einer kleinen, ovalen, braunen Bohne. „Hat sie nicht Eleganz und Aroma?“ fragt Michael Gliss – Deutschlands erster Kaffee-Sommelier – in die Runde.„Auf den ersten Blick sieht sie eher unscheinbar aus, wenn man aber daran schnüffelt, öffnet sich einem eine ganze Welt“ erklärt Michael Gliss das sinnliche Erlebnis. Wieder einmal hat sich eine Vielzahl neugieriger Kaffeetrinker zu einem seiner Genießer-Seminare zusammengefunden, um sich gemeinsam auf die Spur des Geheimnisses der Kaffeebohne zu begeben. „Um Kaffee wirklich zu beschreiben, müsste fast eine neue Sprache erfunden werden“ schwärmt der Sommelier. Eine feste Schicht Schaum türmt sich wie ein Berg über die, mit weißen Streifen durchzogene Flüssigkeit aus Espresso und Milch seines Latte Macchiatos. Als sei es selbstverständlich, dass man beim Genuss von Kaffee glücklich ist, lächelt er, schließt die Augen und nimmt genussvoll einen Schluck aus dem Glas.

Frage Herr Gliss, als erster Kaffee-Sommelier Deutschlands stehen Sie seit nahezu fünfzehn Jahren für höchsten Kaffeegenuss. Wie hat sich die Kaffeewelt in Deutschland verändert?

Michael Gliss Früher war ich recht einsam auf weiter Flur mit meinen Angeboten rund um Top-Kaffee. In den letzten Jahren werden die Liebhaber eines guten und qualitativ hochwertigen Kaffees von Tag zu Tag mehr.

Frage Was genau macht für Sie die Faszination von Kaffee aus?

Michael Gliss Kaffee ist unterbewertet und unterschätzt und ein wunderbares, sinnliches Getränk. Kaffee hat über 1000 bis heute bekannte Aromen und überrascht uns immer wieder mit neuen Entdeckungen im Geschmack.

Frage Worin unterscheidet sich ein guter Kaffee von einem schlechten?

Michael Gliss Guter Kaffee ist eine Wohltat, macht Freude und schmeckt himmlisch. Schlechter Kaffee führt zu Unwohlsein.

Frage Das Unternehmen Gliss ist ein Familienunternehmen. Sie vermitteln den Menschen in Genießer-Seminaren die Kunst und den Geschmack von Kaffee, Ihre Frau Claudia kümmert sich um den Einkauf und das Personal, Ihre Mutter und Schwiegermutter kümmern sich im Caffee Contor um die persönliche Beratung und das leibliche Wohl der Kunden. Gehört dies zu Ihrer Firmen-Philosophie?

Michael Gliss Wir sind ein Familienunternehmen und stehen alle selbst als Genießer für unsere Kunden jederzeit bereit. Unsere Kunden profitieren von unserer Leidenschaft und unserer Kompetenz.

Frage Besucht man Ihren Spezialitäten-Laden in der St.-Apern-Straße offerieren sich dem Genießer nicht nur qualitativ hochwertige Kaffees und Wildkaffees sondern auch eine ganze Reihe weiterer Delikatessen, wie z.B. handgeschöpfte Schokolade mit kandierten Minzblättern, Blüten-Honig aus dem Perigord, Rotweinkuchen im Weckglas, Meersalz mit Hibiskus, Argan-Öl und vieles mehr. Man könnte meinen Sie wollten die Geschmacksnerven der Deutschen mit der Vielfalt sinnlicher Gaumenfreuden wach kitzeln und zu neuem Leben erwecken?

Michael Gliss Genuss ist unser Leben, und das möchten wir gerne unseren Kunden weitergeben. Wir möchten Tipps und Entdeckungen teilen, die es nur bei uns gibt.

Frage Bei der Auswahl Ihrer Produkte achten Sie neben exzellenter Qualität ganz besonders auf die Kooperation mit Anbietern aus dem „Fairen Handel“. Warum ist das so wichtig?

Michael Gliss Die Nachhaltigkeit ist heute enorm wichtig, damit wir auch in den nächsten zehn Jahren diese Qualitäten sicherstellen können. Und dies leisten die Unternehmen, die dem „Fairen Handel“ verpflichtet sind.

Frage Regelmäßig vermitteln Sie Ihr Wissen des guten Kaffee-Geschmacks den Menschen in meist ausgebuchten Genießer-Seminaren. Was wollen Sie Ihren Seminar-Teilnehmern vermitteln?

Michael Gliss Neue Entdeckungen rund um den Genuss und besonders beim Kaffee. Sensorische Höhepunkte, die man nur gemeinsam unter Anleitung entdecken kann.

Frage Was wollen Sie den Menschen zum Abschluss mit auf den Weg geben?

Michael Gliss Kaufen Sie Kaffee nach der Qualität ein, probieren sie ihn vorher und richten Sie sich nicht nach Preis und Marken im Fernsehen!